Cyberangriffe kosten Milliarden

Die Versicherungsgesellschaft Lloyd’s erwartet, dass die Schadenssummen weiter steigen werden – und bietet Policen an

Datum
18. Juli 2017
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Die Versicherungsgesellschaft Lloyd’s schätzt den finanziellen Schaden von Cyberangriffen auf 400 Milliarden Dollar beziehungsweise 352 Milliarden Euro im Jahr. Die Schadenssumme setzt sich zusammen aus Lösegeldzahlungen, Anwalts- und Expertenkosten, Kunden- und Marktanteilsverlusten durch Reputationsschäden sowie Bußgelder. Lloyd’s glaubt, dass die Schadenssummen steigen werden, weil die Vernetzung (unter anderem über das Internet der Dinge) mehr Angriffsflächen bietet und geschädigte Kunden öfters klagen als früher. Das kann teuer werden …

Ein Beispiel: 2013 stahlen Hacker der amerikanischen Supermarktkette Target Kreditkartendaten im Wert von 40 Millionen Dollar. Das Unternehmen führte rund 140 Prozesse mit Kunden und Kreditkartenanbietern, am Ende kostete der Cyberangriff Target 279 Millionen Dollar.

Einschätzung

Die Bedrohung ist real. Und sie ist gross, wie zuletzt Petya bewiesen hat. Darum sind Cyberrisiken für Versicherungsgesellschaften ein Geschäft mit Potenzial. Lloyd’s bietet beispielsweise Cyberpolicen an, die Elemente von Sach-, Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherungen kombinieren. Sie schützen aber nur vor den finanziellen Folgen. Deshalb können sie eine fundierte und durchdachte Sicherheitsstrategie nur ergänzen.

Zielgruppen

  • Management
  • IT- und IS-Verantwortliche
  • Interessierte Kreise