Cybersicherheit geht alle an

Laut einer Bitkom-Umfrage glaubt jede zweite befragte Person, dass der (deutsche) Cyberspace gefährdet ist

Datum
23. Mai 2017
Autor

In einer repräsentativen Umfrage gab jede zweite befragte Person an, der deutsche Cyberspace sei in Gefahr. Nach den medienwirksamen WannaCry-Angriffen dürfte dieser Anteil noch höher liegen. Jetzt sind alle gefordert, gemeinsam die Cybersicherheit und Informationssicherheit zu schützen.

Im November 2016 hat Bitkom Research 1005 Personen ab 14 Jahren befragt. Die Hälfte von ihnen (49 Prozent) sieht den (deutschen) Cyberspace in Gefahr und glaubt, dass Deutschland nur ungenügend auf die Herausforderungen vorbereitet ist. Die befragten Personen fürchten, dass Deutschland als Land mit hoch entwickelter und stark digitalisierter Wirtschaft vermehrt von Hackern, Cyberkriminellen und Extremisten, aber auch von anderen Staaten angegriffen werden könnte.

Die befragten Personen glauben, den Cyberspace schützen sei eine staatliche Aufgabe. Zwei Drittel (67 Prozent) von ihnen fordern, dass die Bundeswehr im Internet offensiv agiert und Deutschland im Cyberspace verteidigt. Das sieht auch Dr. Bernhard Rohleder so, der als Bitkom-Hauptgeschäftsführer die Umfrage in Auftrag gegeben hat: „Die Angriffsflächen werden immer größer, die Angreifer immer professioneller. Wir brauchen im Cyberraum den bestmöglichen Schutz gegen Angriffe von außen.“

Einschätzung

Die Umfrage fand im November 2016 statt. Nach dem Angriff auf das Netzwerk des Bundestages, aber vor den medienwirksamen WannaCry-Attacken. Obwohl Deutschland glimpflich davonkam, dürfte die Verunsicherung heute grösser sein. Darum ist es wichtig, dass sich alle – Firmen und Organisationen, aber auch Behörden und Bundeswehr – gemeinsam für die Cybersicherheit und Informationssicherheit in Deutschland einsetzen.

Zielgruppen

  • IS- und IT-Sicherheitsverantwortliche
  • Management
  • Interessierte Kreise