Eine Datenpanne kostet 3,4 Millionen Euro

«Cost of Data Breach Study 2017» untersucht die Kosten von Datendiebstählen und -verlusten in 419 Unternehmen

Datum
23. Juni 2017
Autor

Zum zwölften Mal hat das Ponemon Institute im Auftrag von IBM Security die Studie «Cost of Data Breach» erstellt. Dafür wurden IT-Verantwortliche, Compliance-Fachleute sowie Informationssicherheitsverantwortliche aus 419 Unternehmen in zwölf Staaten sowie zwei Regionen gefragt, wie viel Geld ihre Arbeitgeber durch Datenverlust und -diebstahl verloren hätten.

Im Durchschnitt kostete eine Datenpanne 3,62 Millionen Dollar. In Deutschland (3,7 Millionen Dollar oder 3,4 Millionen Euro) ein wenig mehr, in den USA (7,4 Millionen Dollar) doppelt so viel. Ursache der Datenverluste und -diebstähle waren nicht immer Kriminelle, menschliches Versagen war schuld an einem Viertel der untersuchten Pannen. Im Jahresvergleich sind die einzelnen Datenpannen grösser (plus 1,8 Prozent auf 24.000 Datensätze/Panne), dafür sind die Kosten pro Datensatz von 158 auf 141 Dollar gesunken.

Infografik: Der Preis der verlorenen Daten | Statista

Einschätzung

Die Studie belegt ein Mal mehr, wie teuer Datenpannen werden können. Wenn menschliches Versagen an einem Viertel der untersuchten Pannen schuld ist, wird auch klar, warum die Sensibilisierung der Mitarbeitenden (siehe «Der Mensch als Schwachstelle im System») so wichtig ist. Wer bei der Informationssicherheit spart, spart am falschen Ort – und wird früher oder später teuer dafür bezahlen.

Zielgruppen

  • Management
  • IT- und IS-Verantwortliche
  • Interessierte Kreise