Gemeinsam gegen IoT-Attacken

IT-Sicherheit geht alle an: Hersteller, Händler und Anwender müssen vernetzte Geräte besser schützen

Datum
22. November 2016
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Zusammenfassung

Schon länger machen sich IT-Experten Gedanken, wie sie die Milliarden internetfähiger Geräte gegen Hackerangriffe schützen können. Ein Fall im Oktober 2016 machte die Gefahr wieder deutlich. Weite Teile des Internets waren an der US-amerikanischen Ostküste vorrübergehend nicht erreichbar. Das Mirai-Botnetz hatte vernetzte Geräte infiziert. Von der Kamera bis zum Kühlschrank, Mirai hatte IoT-Geräte zu einem riesigen Netzwerk verknüpft. Je mehr Geräte vernetzt werden, desto stärker wird die Rechenleistung des Botnetzes – und desto mehr Bandbreite steht zur Verfügung. Das macht Botnetze so gefährlich.

Angreifbar sind theoretisch alle internetfähigen Geräte. Egal ob Smart Meter, Fernseher oder Überwachungskamera. Das Marktforschungsunternehmen Gartner vermutet, dass bis 2020 ein Viertel aller digitalen Angriffe das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) zum Ziel hat. Weil sich der IoT-Markt so schnell entwickelt, drängen immer mehr Anbieter mit minderwertiger Hardware und schlecht programmierter Software auf den Markt.

Einschätzung

Der Vorfall macht deutlich, dass die Hersteller und Händler darauf achten müssen, dass die Geräte schon mit entsprechenden Sicherheitsmechanismen ausgestattet sind, bevor sie in Betrieb genommen werden. Dies schließt auch die Infrastruktur mit ein. Nicht nur die Hersteller, auch die Anwender solcher Geräte können dafür sorgen, dass eventuell vorhandene Sicherheitslücken geschlossen werden.

Zielgruppen

  • IS- und IT-Sicherheitsbeauftragte
  • Management
  • Interessierte Kreise